Im Insekten-Burger stecken bald Schweizer Bio-Mehlwürmer

Seit über einem Jahr sind Insekten in der Schweiz als Lebensmittel zugelassen. Doch gezüchtet wurden die Tiere bislang hauptsächlich im Ausland. Dank finanzieller Unterstützung der Klimastiftung Schweiz startet die Firma Ensectable nun eine Bio-Zucht im Kanton Aargau.

Am 8. September wurde die Zucht für Schweizer Bio-Mehlwürmer und Bio-Grillen mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht. Die Besucher sahen, wie Mehlwürmer und Grillen gezüchtet werden, die später zu Burgern, Snacks oder Proteinriegeln für Sportler verarbeitet werden. An einem Apéro standen die Insekten zur Degustation bereit.

«Die konventionelle Fleisch- und Milchindustrie verbraucht enorme Mengen an Land, Wasser und Futter. Sie ist ein Hauptantrieb für den Klimawandel», sagt Mina Gloor, Mitgründerin und Züchterin bei Ensectable. «Unsere Insekten hingegen leben auf kleinster Fläche und essen niemandem etwas weg.» Die Mehlwürmer und Grillen ernähren sich von Nebenprodukten aus der Herstellung von Bio-Bier und -Getreide sowie von Bio-Gemüse, das nicht mehr verkauft werden kann.

Lokale Innovation für den Klimaschutz

Werden die in Endingen gezüchteten Insekten an Stelle von Fleisch gegessen, können damit in den nächsten Jahren hunderte Tonnen CO2 eingespart werden. Deshalb hat Ensectable bei der Klimastiftung Schweiz einen Antrag auf finanzielle Unterstützung gestellt und bewilligt erhalten. «Gerne würden wir noch mehr solche Projekte unterstützen», sagt Eckert. «Mit ihrem Know-How und ihrer Innovationskraft können Schweizer und Liechtensteiner KMU zum Klimaschutz beitragen. Wir helfen bei der Finanzierung.»

Zurück

©2008-2018 Klimastiftung Schweiz