Fragen und Antworten

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Für KMU

Wie unterscheidet sich die Klimastiftung Schweiz von anderen Förderprogrammen?

Die Klimastiftung Schweiz ist eine gemeinsame Stiftung verschiedener
Dienstleistungsfirmen. Es handelt sich also um eine freiwillige Initiative von der Wirtschaft für die Wirtschaft. Im Unterschied dazu handelt es sich beispielsweise beim Gebäudeprogramm oder dem Technologiefonds um Projekte des Bundes.

Die Klimastiftung Schweiz unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Sie hat gegenüber dem Bund keine Verpflichtung und kann deshalb auch kleine Projekte mit einigen hundert oder tausend Franken schnell und unbürokratisch unterstützen. Im Unterschied dazu unterstützt die Stiftung Klik nur Projekte, die vom Bund anerkannt sind.

Die Klimastiftung Schweiz richtet sich nicht an Privatpersonen, wie dies beispielsweise die Stiftung MyClimate oder die Bewegung myblueplanet tun. Die Klimastiftung Schweiz unterstützt Projekte im Bereich der Wirtschaft mit Geld von ihren Partnern aus der Wirtschaft.

Woher hat die Klimastiftung Schweiz ihr Geld?

Verschiedene Dienstleistungsfirmen spenden der Stiftung freiwillig Geld. Wie viel Geld jede Partnerfirma spendet, hängt von der CO2-Abgabe ab, die in der Schweiz seit 2008 vom Bund erhoben wird. Dabei zahlen Unternehmen eine Abgabe pro Tonne CO2, die sie ausstossen. Dieses Geld behält der Bund aber nicht, sondern er investiert es zum einen Teil in eigene Klimaschutzprogramme wie das Gebäudeprogramm oder den Technologiefonds. Zum anderen Teil bezahlt er es den Unternehmen zurück. Die Rückerstattung richtet sich nach der Höhe der Lohnsumme, die Unternehmen auszahlen.

Dienstleistungsfirmen sind bei der Rückvergütung der CO2-Lenkungsabgabe bevorzugt. Sie verbrauchen wenig Heizöl und Gas. Durch die Rückverteilung pro Lohnsumme erhalten sie deshalb mehr zurück, als sie bezahlt haben.

Die Partnerfirmender Klimastiftung Schweiz spenden den Überschuss aus der CO2-Lenkungsabgabe nach dem Motto «von der Wirtschaft für die Wirtschaft» und zugunsten des klimas und Schweizer KMU.

Wer kann Geld von der Klimastiftung Schweiz beantragen?

Die Stiftung fördert kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die Massnahmen planen zum Energie Sparen oder klimafreundliche Produkte entwickeln. Zudem unterstützt sie KMU, die eine freiwillige Zielvereinbarung zum Energie Sparen eingehen.

Für eine Förderung muss ein KMU folgende Kriterien erfüllen:

  • Das KMU ist in der Schweiz oder in Liechtenstein zuhause und hat maximal 250 Mitarbeitende.
  • Das KMU ist nicht befreit von der CO2- und/oder der KEV-Abgabe.
  • Das Unternehmenskapital ist nicht oder nur zu weniger als der Hälfte in den Händen grösserer Konzerne oder öffentlich-rechtlicher Organisationen.
  • Das KMU ist kein Start-Up in der Gründungsphase.

Über die Anträge entscheidet die Stiftung. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht.

Welche Projekte werden gefördert?

Gefördert werden Projekte in den Bereichen Energie Sparen und Entwicklung klimafreundlicher Produkte.

Um eine Förderung erhalten zu können, muss ein Projekt in der Schweiz oder in Liechtenstein umgesetzt werden. Die Massnahmen dürfen noch nicht umgesetzt und die Investitionen noch nicht ausgelöst sein.

Neben Projekten zum Energie Sparen und Produkte entwickeln unterstützt die Stiftung KMU, die eine freiwillige Zielvereinbarung zum Energie Sparen eingehen.

Die Klimastiftung Schweiz kann dank ihrer Unabhängigkeit auch sehr kleine Projekte schnell und unbürokratisch unterstützen.

Muss ein KMU den Förderbeitrag zurückzahlen?

Nein. Die Klimastiftung Schweiz vergibt keine Kredite sondern Spenden à fonds perdu.

Kann ein KMU Geld beantragen, wenn es bereits von anderen Stellen gefördert wird?

Ja. Die Förderung durch andere Stellen ist kein Ausschlusskriterium für einen Beitrag von der Klimastiftung Schweiz.

Zu welchem Zeitpunkt kann ein KMU einen Antrag stellen?

KMU, die eine freiwillige Zielvereinbarung zum Energie Sparen eingegangen sind, stellen ihren Antrag direkt nach der Zahlung der Jahresrechnung von den Energieagenturen EnAW oder act.

KMU, die Effizienzprojekte planen, stellen den Antrag bevor Massnahmen umgesetzt oder Investitionen ausgelöst werden.

Für KMU, die Unterstützung für Non-Standardprojekte oder Produktentwicklungen beantragen, gelten die Eingabetermine 1. September und 1. März.

Der Antrag muss vor der Umsetzung des Projekts und der Auslösung der Investitionen gestellt werden.

Wann erhält ein KMU Antwort auf seinen Antrag?

KMU, die eine freiwillige Zielvereinbarung zum Energie Sparen eingegangen sind und KMU, die Effizienzrojekte planen, erhalten innert eines Monats eine Antwort.

KMU, die Unterstützung für Non-Standardprojekte oder
Produktentwicklungen beantragen, erhalten im Juni (bei Eingabe bis 1. März) oder im November (bei Eingabe bis 1. September) eine Antwort.

Wer entscheidet über die Anträge der KMU?

Die Geschäftsstelle der Stiftung entscheidet über Anträge von KMU, die eine freiwillige Zielvereinbarung zum Energie Sparen eingegangen sind und über Anträge von KMU, die Effizienzprojekte planen.

Der Stiftungsrat entscheidet über Anträge von KMU, die Non-Standardprojekte oder Produktentwicklungen planen.

Wer fördert ausser der Klimastiftung Schweiz Energiespar-Projekte?

Zusammenstellung der Förderstellen nach Thema bietet Energie Schweiz.

Waldpflegeprogramm

Wer entscheidet, ob das Gesuch bewilligt wird?

Die Geschäftsleitung der Klimastiftung Schweiz entscheidet, ob ein Antrag bewilligt wird. Dabei stützt sie sich auf die Beurteilung eines kantonalen Försters, der bestätigen muss, ob die Förderkriterien eingehalten sind.

Weshalb müssen mindestens zwei Hektaren aufs Mal bewirtschaftet werden?

Damit eine Holzernte in schwer erschliessbaren Gebieten sowohl umweltschonend als auch wirtschaftlich sinnvoll ist, sollten grosse Flächen bewirtschaftet werden. Damit lohnt sich die Installation von Hilfsmitteln wie beispielsweise Seilkonstruktionen.

Was ist das Bestverfahren, das zu Anwendung kommen soll?

Das Bestverfahren bezeichnet das optimale Verfahren, wie eine Holzernte wirtschaftlich und gleichzeitig nachhaltig durchgeführt werden kann. Was im Einzelfall das Bestverfahren ist, unterliegt der Beurteilung eines kantonalen Försters.

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind alle Kooperativen, Korporationen, Bürgergemeinden und offiziell und langfristig organisierte Privatbesitzer (auch Bauern), die am gemeinsamen Holzschlag beteiligt sind.

Was ist, wenn mehrere Parteien zusammen einen Holzschlag planen?

Die Antragsberechtigten füllen je ein eigenes Antragsformular aus, in dem sie vermerken, welchen Anteil sie am ganzen Holzschlag haben. Einzelpersonen, politische Gemeinden und andere nicht Antragsberechtigte können mit ihrem Wald auch am gemeinsamen Holzschlag beteiligt sein. Sie können für ihren Anteil aber keinen Förderantrag stellen. Wenn mehrere zusammen einen Holzschlag machen, muss die Gesamtfläche mindestens zwei Hektaren betragen. Anteile, die gefördert werden, dürfen auch kleiner sein.

Wird das Fördergeld auf die Kantone und das Fürstentum Liechtenstein aufgeteilt?

Bei der Geldvergabe spielen die Kantone keine Rolle. Anträge werden nach Eingangsdatum bearbeitet. Förderberechtigt sind Projekte aus der ganzen Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein.

Wie lange müssen Antragsteller auf die Entscheidung und auf das Geld warten?

Über vollständige, von einem kantonalen Förster unterschriebene Anträge entscheidet die Klimastiftung Schweiz innert einem Monat. Die Auszahlung erfolgt nach der Einreichung des Nachweisformulars. Dieses muss spätestens zwölf Monate nach dem Förderantrag bei der Stiftung eingereicht werden.

Was, wenn das jährliche Förderbudget von 500'000 Franken aufgebraucht ist?

Die Anträge für das Waldprogramm werden nach ihrem Eingangsdatum bearbeitet. Wenn das jährliche Budget von 500'000 Franken aufgebraucht ist, bewilligt die Stiftung keine Anträge mehr im laufenden Jahr. Wer davon betroffen ist, kann den Holzschlag ins nächste Jahr verschieben und dann nochmals Fördergeld beantragen. Wenn das Förderbudget aufgebraucht ist, vermerkt dies die Klimastiftung Schweiz auf ihrer Homepage.

Wer beurteilt, ob sich die Bewirtschaftung eines Waldes lohnt?

Antragsteller müssen auf dem Formular das Defizit schätzen, aus Holzerlös, Kosten des Holzschlags und Subventionen.  Diese Angaben müssen von einem kantonalen Förster bestätigt werden. Damit der Antrag bewilligt werden kann, muss die Berechnung ein Defizit ergeben. Wie hoch dieses ist, spielt für die Förderung keine Rolle.

Unterstützt die Stiftung auch Holzschläge, die auch schon von anderer Stelle gefördert werden?

Wenn trotzdem noch ein Defizit budgetiert ist: ja.

Kann die Förderung durch die Stiftung höher sein als das Defizit des Holzschlags?

Ja, das ist möglich. Wenn ein Defizit budgetiert ist, dann ist das Projekt antragsberechtigt. Die Klimastiftung Schweiz zahlt 2'000 Franken pro Hektare, unabhängig davon, wie hoch das errechnete oder tatsächliche Defizit ist. Ziel der Stiftung ist, dass Holzschläge, die sonst nicht gemacht würden, dank dem Stiftungsbeitrag gemacht werden.

Warum vergibt die Stiftung genau 2'000 Franken pro Hektare?

Die Klimastiftung Schweiz vergibt bei ihren anderen Fördertätigkeiten 30 Franken pro eingesparter Tonne CO2. Die Stiftung rechnet damit, dass mit der Bewirtschaftung von einer Hektare Wald über 30 Jahre zwischen 50 und 80 Tonnen CO2 eingespart werden können. Der Ansatz 2'000 Franken pro Hektare ist also analog zu 30 Franken pro eingesparter Tonne CO2.

Können Antragsberechtigte mehrere Anträge stellen?

Ein antragsfähiger Waldbesitzer kann bis maximum 20'000 CHF/Jahr in Form von verschiedenen Anträge beantragen.

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