LEDCity spart den jährlichen Stromverbrauch von über 4'000 Haushalten

 

Zürich, Juni 2020 – Das Cleantech-Startup LEDCity entwickelt eine smarte LED-Beleuchtung, welche das Licht dem Bedarf entsprechend reguliert. Damit können CO2-Emissionen spürbar reduziert werden. Die Klimastiftung Schweiz hat das Unternehmen deshalb schon mehrfach unterstützt. Dadurch konnte LEDCity bisher den jährlichen Energieverbrauch von über 4'000 Haushalten einsparen. Ein Rückblick von Sina Ungewitter, Executive Assistant bei LEDCity.

Weltweit fallen rund 12 Prozent des Elektrizitätsverbrauchs für die Beleuchtung an. Diese Tatsache zusammen mit dem Fakt, dass in den meisten grossen Gebäuden das Licht rund um die Uhr leuchtet, obwohl es oft gar nicht gebraucht wird, motiviert den damaligen ZHAW-Studenten Patrik Deuss, sein Vorhaben einer energieeffizienten und kostensparenden Beleuchtung umzusetzen. Die Idee: Sensorgesteuerte LED-Röhren optimiert durch Künstliche Intelligenz (KI). Noch während des Studiums der Energie- und Umwelttechnik entwickelt Patrik Deuss im Rahmen seiner Bachelorarbeit einen ersten Prototyp. Überzeugt vom grossen Potential seiner Idee will er das Projekt unbedingt weiterziehen – und gründet nach seinem Studienabschluss gemeinsam mit dem heutigen CTO Florian Gärtner die Firma LEDCity.

Anschubfinanzierung durch die Klimastiftung Schweiz

Eine erste grosse Hürde auf dem Weg zu einem marktreifen Produkt kann das junge Unternehmen im Jahr 2017 mit Unterstützung der Klimastiftung Schweiz überwinden. Durch eine Anschubfinanzierung in der Höhe von CHF 150‘000 kann das Zürcher Jungunternehmen eine erste Prototypenserie entwickeln. In Kooperation mit dem Bundesamt für Energie wird die KI-optimierte Beleuchtung in einer Unterführung des Elektrizitätswerks ewz in Zürich ein erstes Mal eingesetzt. Und es zeigt sich: Die Produkte von LEDCity funktionieren nicht nur unter Laborbedingungen, sondern können auch im Alltag rund 90 Prozent der Energie einsparen. 

Die intelligente Beleuchtung von LEDCity in einer ewz-Unterführung in Zürich.

Die Umsetzung dieses Projekts ist für das junge Unternehmen von grosser Wichtigkeit: Nicht nur kann so die Effizienz der smarten Beleuchtung demonstriert werden, es werden auch zahlreiche Tests zur Verbesserung der LED-Röhren durchgeführt. In der Folge schafft LEDCity drei neue Stellen im Bereich Forschung und Entwicklung, und kurz darauf gehen die ersten intelligenten LED-Röhren in Serienproduktion.

Wachsende Kundschaft und Schritt in die Romandie

Die Unterstützung der Klimastiftung Schweiz bildet das Fundament für den heutigen Erfolg von LEDCity: Seit der Realisierung des Pilot-Projekts in Zürich sind immer mehr Unternehmen auf das im Technopark beheimatete Cleantech-Startup aufmerksam geworden. Mittlerweile setzen Kunden wie das Dolder Grand, die Universität Zürich oder der Flughafen Zürich auf die energiesparende Lösung. In der Deutschschweiz hat sich das Startup am Markt bereits etabliert. Seit Ende 2019 expandiert LEDCity nun auch in die Romandie. Daneben arbeitet das Team stetig an der Weiterentwicklung seiner Produkte: So werden die Leuchtmittel von Tag zu Tag intelligenter und benutzerfreundlicher. Neben den ursprünglichen LED-Röhren führt LEDCity unterdessen auch weitere Produkte und bietet neben den Leuchtmitteln auch modulare Komplettleuchten an, wie beispielsweise ihr neuestes Produkt: die Rundleuchte.

Die LEDCity-Beleuchtung im Parkhaus des Hotels Dolder Grand.

Das Ziel: 80 Prozent weniger Energieverbrauch im Beleuchtungssektor

Von der Idee bis zur Durchdringung des Marktes – seit der Entwicklung des ersten Prototyps und der Lancierung eines marktreifen Produkts mit Unterstützung der Klimastiftung Schweiz ist viel passiert. Mittlerweile arbeitet ein 16-köpfiges Team an der Verwirklichung der ursprünglichen Vision. Denn die „Beleuchtung der Zukunft“ soll es möglich machen: Weltweit soll der Energieverbrauch für Beleuchtung gegenüber dem Gründungsjahr von LEDCity um 80 Prozent reduziert werden.

Klimastiftung Schweiz sucht Ihre Innovation

Leistet Ihr KMU durch neue Produkte und Technologieentwicklungen einen Beitrag zum Klimaschutz? Beantragen auch Sie finanzielle Unterstützung durch die Klimastiftung Schweiz.

Für eine Förderung muss Ihr KMU folgende Kriterien erfüllen:

  • Das KMU ist in der Schweiz oder in Liechtenstein zuhause und hat maximal 250 Mitarbeitende.
  • Das KMU ist kein Start-Up in der Gründungsphase.
  • Das Unternehmenskapital ist nicht oder nur zu weniger als der Hälfte in den Händen grösserer Konzerne oder öffentlich-rechtlicher Organisationen.
  • Das Projekt wird in der Schweiz oder in Liechtenstein umgesetzt.

Zurück

©2008-2021 Klimastiftung Schweiz
.