Rekordjahr: 5 Millionen Franken für über 400 Klimaschutzprojekte

 

Zürich, 21April 2021 – Die Klimastiftung Schweiz hat 2020 überdurchschnittlich viele Gelder an überdurchschnittlich viele KMU vergebenKnapp 5 Millionen Franken Fördergelder wurden gesprochen. Diese gehen an über 400 Klimaschutzprojekte von Schweizer und Liechtensteiner Unternehmen. Über die Hälfte der Summe fliesst in die Entwicklung innovativer Technologien, die zum Erreichen der nationalen Klimaziele zentral sind. 

Das Bürohaus wird zum Solarkraftwerk, der Recycling-Beton wird zumCO2-Speicher, aus Abfall werden Treibstoff und Parfüm: Die Kreativität der Schweizer und Liechtensteiner KMU zum Schutz des Klimas haben auch im anspruchsvollen 2020 nicht nachgelassen. Die Klimastiftung Schweiz hat erneut zahlreiche Förderanträge erhalten. Rund 5 Millionen Franken Förderung haben Stiftungs- und Beirat im Jahr 2020 gesprochen. Das sind 16 Prozent mehr als im Vorjahr.  

Innovative Technologien im Zentrum der Förderung 

Der grösste Teil der Fördersumme floss auch 2020 in den Innovationsbereich: Insgesamt 23 Projekte können neu auf die Unterstützung der Stiftung zählen, im Umfang von insgesamt 2.7 Millionen Franken. Unter den geförderten Innovationen finden sich etwa eine Technologie zur Speicherung von CO2 in Recyclingbeton (neustark), neuartige Verfahren zur Herstellung von nachhaltigem Isolationsmaterial aus Asche (FenX) oder zur Umwandlung von Pflanzenabfällen in hochwertige Chemikalien als Alternative zu Erdöl (Bloom Biorenewables) sowie eine CO2-neutrale Beheizung von Gewächshäusern mit organischen Fettabfällen (Oekokraft).  

 

Wollen wir die nationalen Klimaziele erreichen, sind wir auf solche zukunftsweisenden Technologien gerade im Gebäude- und Landwirtschaftsbereich sowie der Kreislaufwirtschaft dringend angewiesen", sagt Thomas Hügli, Stiftungsratspräsident der Klimastiftung Schweiz. "Es wird nicht ausreichen, dass die Wirtschaft ihre CO2-Emissionen reduziert oder kompensiert. Wir bündeln deshalb die Kräfte der einzelnen Partnerunternehmen in der gemeinsamen Stiftung, um die Förderung von Klima-Innovationen effizient und fokussiert weiter auszubauen."

 

Mehr als doppelt so viele geförderte Projekte als im Vorjahr 

Auch über 350 Energieeffizienz-Projekte erhalten künftig Unterstützung der Klimastiftung Schweiz. Darunter finden sich neben zahlreichen Standardmassnahmen für eine bessere Energieeffizienz im Betrieb (Projekte wie die Umstellung auf Elektromobilität, die Nutzung von Abwärme oder der Ersatz von Geräten) auch zwölf Grossprojekte zur Förderung und Aufbereitung von Biogas. Hinzu kommen rund 30 Projekte aus dem Waldpflegeprogramm, bei dem die Stiftung die Verjüngung überalterter Wälder unterstützt, um deren CO2-Aufnahmefähigkeit zu erhalten. Insgesamt beläuft sich die Zahl der geförderten Einzelprojekte im Jahr 2020 auf über 400 und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.  

Rückverteilung aus CO2-Abgabe entfaltet grösstmögliche Wirkung 

Möglich wird die Förderung durch über 20 Schweizer und Liechtensteiner Unternehmen, die der Stiftung die ihnen zustehende Rückverteilung aus der CO2-Lenkungsabgabe spenden. Die Klimastiftung Schweiz ist offen für weitere Firmen, die dieses gemeinsame Engagement der Wirtschaft zum Erreichen der nationalen Klimaziele als künftige Partner mittragen möchten.

 

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Über die Klimastiftung Schweiz

«Von der Wirtschaft für die Wirtschaft und fürs Klima». Nach diesem Prinzip unterstützt die Klimastiftung Schweiz Projekte kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Stiftung hat seit ihrer Gründung im Jahr 2008 Förderungen in der Höhe von 31 Millionen Franken für über 2'100 KMU in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein gesprochen.

Die Klimastiftung Schweiz wurde als gemeinnützige, unabhängige Stiftung gegründet. Sie ist unter Bundesaufsicht und steht interessierten Firmen offen, die durch einen effizienten und gezielten Einsatz der Rückverteilung aus der CO2-Lenkungsabgabe den Klimaschutz verstärken wollen. 

Seit Januar 2008 verlangt das CO2-Gesetz eine Abgabe auf Brennstoffe. Ein Teil der Abgaben fliesst zurück an die Wirtschaft. Vor allem grosse Dienstleistungsunternehmen erhalten mehr zurück, als sie bezahlt haben. Diese «Netto-Rückverteilung» setzen die Partnerfirmen der Klimastiftung Schweiz für Klimaschutzmassnahmen von Schweizer und Liechtensteiner KMU ein.

 

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