Unterstützung für Klimaschutz-Innovationen wächst weiter

 

Zürich, 21.04.2020 – Die Klimastiftung Schweiz hat 2019 ein weiteres Rekordjahr erlebt. Fast 170 Klimaschutz-Projekte hat die Stiftung im letzten Jahr unterstützt, mit insgesamt knapp 4.3 Millionen Franken. Die Summe an gesprochenen Fördergeldern ist damit im Vergleich zum Vorjahr erneut gewachsen – ein wegweisendes Signal für den Klimaschutz in der Schweiz und in Liechtenstein.

Der Schweiz bleiben zehn Jahre, um ihren Treibhausgas-Ausstoss im Vergleich zu 1990 zu halbieren. Ein ambitioniertes Ziel, dessen Erreichung nach innovativen Ansätzen verlangt. Ansätze, wie sie unter anderem von kleinen und mittleren Unternehmen entwickelt werden. KMU sind nicht nur die Stütze der Schweizer und Liechtensteiner Wirtschaft, sondern auch aktive Treiber des Klimaschutzes. Dabei können sie auf die finanzielle Unterstützung der Klimastiftung Schweiz zählen.

Positives Signal für den Klimaschutz

Die Klimastiftung Schweiz hat im 2019 fast 170 Klimaschutz-Projekte von KMU in der Schweiz und in Liechtenstein unterstützt, mit knapp 4.3 Millionen Franken. Das sind fast 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Grund für die wachsende Fördersumme ist unter anderem die erneute Zunahme an Anträgen für Innovationsprojekte: «Uns erreichen jedes Jahr mehr qualitativ hochstehende Fördergesuche für innovative Klimaschutzprojekte», sagt Ursula Finsterwald, Vizepräsidentin der Klimastiftung Schweiz. «Das ist ein positives Signal: Denn solche Innovationen sind ein wichtiger Schlüssel zur Erreichung der Klimaziele.» 

Löwenanteil Innovation

Die Förderung innovativer Klimaschutzprojekte hat 2019 denn auch den Löwenanteil ausgemacht: Mehr als 3.1 Millionen Franken hat die Klimastiftung Schweiz letztes Jahr in Innovationsprojekte wie die Entwicklung intelligenter Glasfassaden (HyWin), die Herstellung neuartiger Recycling-Pressen für PET-Flaschen (Revopack) oder die Umwandlung von Baustellen-Aushub in moderne Baumaterialien (Terrabloc) investiert. Ebenfalls zugenommen hat die Unterstützung für Vorhaben im Bereich der Energieeffizienz: Die Klimastiftung Schweiz hat 2019 erstmals mehr als eine Million Franken an KMU ausgeschüttet, die im Betrieb Massnahmen zum Energiesparen umsetzen – zum Beispiel ihre Fenster oder das Dach ersetzen, ihre Gebäude besser dämmen oder die Geschäftsflotte auf Elektromobilität umrüsten. Im Rahmen des Waldprogramms hilft die Stiftung zudem bei der Verjüngung alternder Wälder. Als vierter Pfeiler unterstützt die Klimastiftung Schweiz KMU, die eine Energieberatung mit der act Cleantech Agentur Schweiz oder der Energie-Agentur der Wirtschaft EnAW in Anspruch nehmen, mit einem finanziellen Beitrag.

Gemeinsam in eine starke und klimaschonende Zukunft

Die vier Förderprogramme führt die Klimastiftung Schweiz auch 2020 weiter. Möglich machen dies die insgesamt 27 Partnerfirmen aus der Schweiz und Liechtenstein, die aus der CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe mehr zurückerhalten, als sie einzahlen. Diese Netto-Rückvergütung spenden sie aus Überzeugung der gemeinsamen Stiftung. Das neue CO2-Gesetz für die Periode bis 2030 ist zwar noch nicht unter Dach und Fach, trotzdem ist bereits klar, dass die Funktionsweise der Klimastiftung Schweiz sinnvoll ist und weitergeführt wird. Aktuell arbeitet die Stiftung daran, die Partnerschafts-Verträge zu erneuern und neue Partnerfirmen zu gewinnen, um sich auch in Zukunft gemeinsam für die Wirtschaft und fürs Klima stark zu machen.

Über die Klimastiftung Schweiz

Die Klimastiftung Schweiz wurde als gemeinnützige, unabhängige Stiftung gegründet. Sie ist unter Bundesaufsicht und steht interessierten Firmen offen, die durch einen effizienten und gezielten Einsatz der Rückverteilung aus der CO2-Lenkungsabgabe den Klimaschutz verstärken wollen.

Seit Januar 2008 verlangt das CO2-Gesetz eine Abgabe auf Brennstoffe. Ein Teil der Abgaben fliesst zurück an die Wirtschaft. Vor allem grosse Dienstleistungsunternehmen erhalten mehr zurück, als sie bezahlt haben. Diese «Netto-Rückvergütung» setzen die Partnerfirmen der Klimastiftung Schweiz für Klimaschutzmassnahmen von Schweizer und Liechtensteiner KMU ein.

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