Innovative Technologien sind das Rückgrat der Schweizer Klimaziele

 

Das Bürohaus wird zum Solarkraftwerk, der Recycling-Beton wird zum CO2-Speicher, aus Abfall werden Treibstoff und Parfüm: Die Kreativität der Schweizer und Liechtensteiner KMU zum Schutz unseres Klimas hat auch im anspruchsvollen 2020 nicht nachgelassen, im Gegenteil. Auch dieses Jahr haben uns unzählige Anträge für Klimaschutzprojekte erreicht. Insgesamt haben wir mehr als 400 Einzelprojekten unsere Unterstützung zugesichert. Die Fördersumme beläuft sich auf fast 5 Millionen Franken. Damit konnten 2020 überdurchschnittlich viele Gelder an überdurchschnittlich viele Unternehmen gesprochen werden – was nicht nur dem Klima hilft, sondern auch die von der Corona-Pandemie gebeutelte KMU-Wirtschaft stützt.

Die Klimastiftung Schweiz hat die Herausforderungen der Pandemie angenommen. Auch wir haben uns an neue Rahmenbedingungen gewöhnt, uns in Flexibilität geübt, mit den Tücken der Videotelefonie gekämpft. Den Entscheid über die Vergabe der Fördergelder fällten unsere Stiftungs- und Beiräte plötzlich nicht mehr in Sitzungen, sondern in 2D am Bildschirm. Wir sind stolz darauf, diese Hürden gemeistert zu haben. Nicht nur haben wir erfolgreich mehrere Stiftungs- und Beiratssitzungen abgehalten und reihenweise Projektentscheide gefällt, wir konnten auch wichtige, grosse Partnerschaften mit Unternehmen wie Swiss Re, Allianz, AXA, Raiffeisen oder Swiss Life um 10 Jahre verlängern und mit neuen potentiellen Partnern intensive Gespräche führen.

Die über 20 Partnerfirmen der Klimastiftung Schweiz sind aktiv daran beteiligt, unsere Klimazukunft zu formen. Gleichzeitig stärken sie die Wirtschaftsstandorte Schweiz und Liechtenstein. Indem sie die Rückverteilung ihrer CO2-Abgabe der gemeinsamen Stiftung spenden, entfaltet diese ihre grösste Wirkung bei kleinstem Aufwand: Die Geschäftsstelle der Stiftung mit über 12 Jahren Erfahrung und professionellen Strukturen übernimmt die administrative Koordination. Derweil gestalten die Partnerfirmen das Tun der Stiftung mit. Sie stellen strategische Weichen, indem sie Beiräte und Stiftungsräte in unsere Gremien delegieren und die Kommunikation der Stiftung auf ihren eigenen Kanälen unterstützen.

Richten wir den Blick nach vorne, zeigt sich vor allem eines: Innovation wird für das Erreichen der Klimaziele eine fundamentale Rolle spielen. Auch der Bundesrat hat das in seiner Klimastrategie so festgehalten. Umweltministerin Simonetta Sommaruga sagte zudem kürzlich an der Einweihung eines solarthermischen Kraftwerks bei Genf: «Die gute Nachricht lautet, dass wir dank innovativer Technologien, wie sie in dieser Solarthermieanlage eingesetzt werden, die Klimaziele erreichen können.» Entwickelt wurde die Anlage durch das Genfer KMU T VP Solar – unter anderem mit Unterstützung der Klimastiftung Schweiz.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga bei der Einweihung des Kraftwerks von TVP Solar (Bild: Magali Girardin / SIG)

Unsere gesamte Wirtschaft muss sich innerhalb weniger Jahrzehnte dekarbonisieren, was alleine schon eine immense Herausforderung darstellt. Diese Anstrengungen werden aber nicht ausreichen, selbst wenn immer mehr Firmen ihre CO2-Emissionen reduzieren oder kompensieren. Vielmehr wird es wegweisende Innovationen brauchen. Zum Beispiel Lösungen für den CO2-intensiven Gebäudebereich und für die Landwirtschaft. Mehr Kreislaufwirtschaft. Und Technologien, um Kohlendioxid bei der Entstehung abzuscheiden oder der Atmosphäre zu entziehen und langfristig zu speichern.

Diese Notwendigkeit hat die Klimastiftung Schweiz schon früh erkannt – und investiert deshalb zunehmend in innovative Technologien mit starker, skalierbarer Wirkung für die Zukunft. Die jährliche Summe an gesprochenen Fördergeldern für Innovationen hat sich seit den Anfängen der Stiftung mehr als verdreifacht. Diese Entwicklung wollen wir in den nächsten Jahren weiter verstärken. Wir danken all unseren Partnerunternehmen, unseren Stiftungs- und Beiräten und unserem Netzwerk, die dieses Engagement möglich machen. Und wir freuen uns auf weitere interessierte Unternehmen, die diese Initiative künftig als Partner mittragen möchten. Ganz nach der Devise der Klimastiftung Schweiz: «Aus der Wirtschaft für die Wirtschaft und fürs Klima.»

Vincent Eckert, Geschäftsführer
 
Thomas Hügli, Präsident des Stiftungsrats

Über die Klimastiftung Schweiz

«Von der Wirtschaft für die Wirtschaft und fürs Klima». Nach diesem Prinzip unterstützt die Klimastiftung Schweiz Projekte kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Stiftung hat seit ihrer Gründung im Jahr 2008 Förderungen in der Höhe von 31 Millionen Franken für über 2'100 KMU in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein gesprochen.

Die Klimastiftung Schweiz wurde als gemeinnützige, unabhängige Stiftung gegründet. Sie ist unter Bundesaufsicht und steht interessierten Firmen offen, die durch einen effizienten und gezielten Einsatz der Rückverteilung aus der CO2-Lenkungsabgabe den Klimaschutz verstärken wollen. 

Seit Januar 2008 verlangt das CO2-Gesetz eine Abgabe auf Brennstoffe. Ein Teil der Abgaben fliesst zurück an die Wirtschaft. Vor allem grosse Dienstleistungsunternehmen erhalten mehr zurück, als sie bezahlt haben. Diese «Netto-Rückverteilung» setzen die Partnerfirmen der Klimastiftung Schweiz für Klimaschutzmassnahmen von Schweizer und Liechtensteiner KMU ein.

 

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